In die Zukunft investieren!
Die Ansicht, man müsse investieren um in Zukunft sparen zu können, ist nicht neu, auch nicht der Gedanke, dass dies nicht unbedingt nur für die Wirtschaft gilt. So hat man z.B. in Nordrhein-Westfalen durchaus verstanden, dass Kürzungen im Bildungsbereich, langfristig betrachtet, sehr teuer zu stehen kommen.
Eine vernünftige Bildungspolitik ist mit Sicherheit die wirksamste Maßnahme, um Menschen vor Arbeitslosigkeit und dem Abgleiten in soziale Randgruppen zu bewahren. Die einfache Wahrheit: Bildungspolitik ist ein wichtiger Teil proaktiver Sozial- und Arbeitsmarktpolitik.
Die Zahl der Jugendlichen, die in Deutschland ohne Schulabschluss ins Berufsleben starten liegt bei ca. zehn Prozent, ohne Ausbildungsplatz stehen ungefähr 15 Prozent der Schulabgänger da.
Allein diese Zahlen sind ein bildungspolitischer Offenbarungseid.
Der einzelne junge Mensch erwirtschaftet weder für sich ein Einkommen, das ihm eine aktive Teilhabe der Gestaltung seiner Zukunft ermöglicht, noch kann er seinen Teil zur Finanzierung des staatlichen Gemeinwesens beitragen.
Es entstehen Kosten für Weiterbildungsmaßnahmen, Arbeitslosen- und andere Unterstützungsleistungen, teilweise über Jahre hinweg. Eine daraus resultierende steigende Kriminalitätsrate kann angenommen werden, ebenfalls werden die Jugendämter stärker belastet.
Problemen wie dem Fachkräftemangel wird so mit Sicherheit nicht entgegengewirkt. Schon gar nicht darf es sein, dass Schulabgängern erst in der Berufsschule oder im Ausbildungsbetrieb ausreichende Rechenkenntnisse vermittelt werden; dass Germanistikstudenten in den ersten Semestern Zusatzkurse in Rechtschreibung belegen müssen. Dies ist aber bereits jetzt schon häufig erlebte Realität.>>>>>>